Bericht über die Forumsausfahrt 2013

Diesmal mit zwei Zielen und vielen neuen Eindrücken für alle...

Kleiner Abriss zum Beginn:

4 Mitglieder fuhren die komplette Tour - davon 3 mit Sozia:
 Kawa sag i (Kawasaki VN900), Cruizer (Kawasaki VN 1500), Nisti (Yamaha XV1300), Dietmar (Honda VF750C)
Sommerberg (VL800) fuhr mit nach Radstdt - und dann nach Hause
Luici (V-Rod) fuhr ab Kössen mit nach Radstadt und auch wieder nach Hause
Drago (Drag Star 1100) kam in Linardici (Krk) zu uns - und trennte sich auf der Heimreise bei Triest von der Gruppe

Unser Reisetermin: 18.06.2013 bis 30.06.2013

Treffpunkt war beim Cruizer in Bühl - wobei Dietmar und Margit im Nachbarort nächtigten und Sommerberg auf der Couch ruhte.

Morgens es gab dann zur Stärkung für die kommende Tour ein zünftiges Weißwurstfrühstück, die Sonne schien und alle waren wohlgelaunt...

Kawa und Sylvia kamen - zusammen mit Nisti  - pünktlich zum Frühstück.

Erster Stopp war in Schrobenhausen - zum Tanken
und Pipi machen... Bei Bedarf.... 
Dann ging es bei Allershausen auf die Autobahn A9,
wir fuhren bis zum Irschenberg.

Nach einer Rast an der OMV  Irschenberg wollten wir die Sudelfeldstrecke Richtung Oberaudorf nehmen, aber die Unwetter in den vorherigen Tagen sorgten für unsere erste Streckensperrung - es sollte beileibe nicht die einzige bleiben!
So fuhren wir über Bad Feilnbach nach Oberaudorf,
dann weiter nach Kössen - dort wartete schon Luici mit einer kleinen Stärkung für alle...

 
Das Wetter zeigte sich sehr launisch und immer wieder zogen dunkle Wolken am Horizont auf - Teils mit einzelnen, dicken Tropfen, aber nicht so stark, um das Regenzeug anzuziehen. 
Nach einer kurzen Beratung - ob wir vorher Essen oder erst einmal zum Eschbachhof fahren - schlugen wir den direkten Weg nach Radstadt ein - und sehr unheilvoll aussehende Wolken schienen geradezu auf uns zu lauern....
Kaum waren wir eingtetroffen
- die Moppeds in der Garage - ging es auch schon los.

Starkregen, Blitz und Donner! Abendessen gehen war so mit dem Motorrad nicht drin.
Also flugs den Junior von der Wirtsfamilie mobilisiert, der fuhr dann Kawa und mich zum Pizza Express, so gab es lecker Pizza und Salat dazu eine Flasche selbstgebrannten "Zwetschgenwasser" vom Chef des Pizzadienstes...
Der Abend war geretttet.  
Der nächste Morgen:
Sonne - im Tal ein Meer aus Nebel.
Es wurde die erste Wanderung in Angriff genommen.
Nach einer Bobby-Car und Trampolineinlage von Luici gingen
wir immer bergauf zur nächsten, bewirtschafteten Alm (Steinalm).

Ein Teil der Gruppe wollte noch weitwandern zur Radstädter Hütte auf dem Roßbrand (1.770m)
So marschierten Kawa, Sylvia, Nisti und Sommerberg wieder ins Tal, während Cruizer mit Irmi, Luici, Dietmar und Margit den Weg über die "Schwarze Lacke" (Hochmoor) zur Radstädter Hütte in Angriff nahmen.   
   
Auf dem Roßbrand - bei der Radstädter Hütte - angekommen haben wir uns dann erst einmal gestärkt, bevor wir wieder den Weg nach unten antraten
Bei dieser Gelegenheit kauften wir von einem älteren Imker gleich mal einen Bio-Honig zum Frühstück....
Kurz vor dem Ziel konnten wir dann noch einen Almbauern bei der Bewirtschaftung der Hänge mit dem "Muli" bewundern
- nicht wissend was noch auf uns zukam..

Im Eschbachhof gab es erst mal ein erfrischendes Fußbad
und ein Bier...

Am Abend wurde dan in geselliger Runde gegrillt - auch der Hausherrr gesellte sich dazu in sorgte für kurzweil.
Später führte er uns auch in sein Hofeigenes Museum - wir staunten nicht schlecht als wir die ganzen Relikte vergangener Tage sehen und anfassen durften.  
  
Nach einem ausgiebigen Frühstück nahmen wir dann unsere erste Tour unter die Räder.
Es ging zunächst über die mautpflichtige Postalmstraße
- wobei wir dann am Weißbach eine Rast einlegten
- zum Wolfgangsee.

An der Seepromenade wurde ein Imbiss eingenommen.
Danach lautete das Ziel "Hallstädter See" 
Das Unwetter am Anreistag hat deutliche Spuren
der Verwüstung hinterlassen
- so war die Altstadt von Hallstatt gesperrt
und auch  der weitere Weg nach Hause war durch Murenabgänge versperrt.

So brach ich dann die Tour ab und wir schauten zu, dass
wir in den Eschbachhof kamen.
Hüttenabend auf der Alm vom Eschbachhof
- ein unvergessliches Erlebnis!

Die Fahrt auf den Berg ging mit dem Muli
- in dessem Laderaum kurzerhand Bänke gestellt wurden.
 Die Hütte - ein Traum für jeden Fan der
 ursprünglichen, alpinen Lebensart.

Es wurde eine Jause gereicht dann kam noch die Hausmusik dazu, der Hausherr spielte auf der Quetschkommode und wir sollten singen - nach Textbuch, ein Ohrenschmaus.
Spät in der Nacht ging es dann mit dem Muli wieder zurück auf den Eschbachhof.     

Die nächste Tour fand im kleineren Kreise statt: Ich wollte den Steinpass erkunden - weil er bei mir als Weg aufgeführt ist - in der Karte aber nicht... Kawa blieb im Eschbachhof.

Wir fanden den Pass aber er war tatsächlich für alle gesperrt - sogar für Fußgänger. An der Staumauer beim Pass sind Überwachungskameras installiert - so sagte mir ein Strassenarbeiter:

"Wennst foarst stenga d´Schandarm scho obm
und kassiern di ob.."

Wir haben unser Geld dann lieber in ein leckeres Mittagessen in Schladming investiert -  Der Heinweg führte über Ramsau am Dachstein und Filzmoos.....

Am Abend gab es dann Hausmusik mit dem Hausherrn
und seiner Tochter - und obwohl ich wahrlich kein Fan
dieser Musik bin:

In der richtigen Stimmung, am passenden Ort, mit
Freunden gemeinsam - hat es sogar mir gefallen 


Später zündete der Hausherr noch ein "Sonnwendfeuer" an, zur Freude aller Gäste - groß und klein.
Die Tochter gereichte etwas vom köstlichen Schnaps.
  
Unsere "Finale Runde"  führte dann einen Teil der Gruppe
 nach Zauchensee - bei Skifahrern wohlbekannt
- im Sommer eher trist....bis das Wetter erneut zuschlug.

 Wir wollten unseren letzten Abend auf der Radstädter Hütte geniessen.... (man kann auf dem Rossbrand fast bis ganz auf den Gipfel hochfahren)
Stattdessen: Unwetterwarnung und Sturm
-> wieder der Pizzadienst als "Retter in der Not"

Diesmal liessen wir die Pizza aber bringen...
Abreise - wir haben uns herzlich bei unseren Wirtsleuten bedankt und fuhren dann zunächst auf den Parkplatz am Roßbrand,
um ein Gruppenfoto zu schiessen.
Danach fuhren Sommerberg und Luici nach Hause.
Der Rest unserer Gruppe setzte den Weg über den Tauernpass Richtung Spittal an der Drau fort.
In der Ferne sahen wir den Mangart und wieder einige dunkle Wolken, es gehört wohl bei uns einfach dazu....
Im Gailtal rasteten wir an einer Tankstelle - und es gab
frische Erdbeeren vom Feld - lecker.
Unser Weg führte von Tarvisio in Italien nach Slowenien,
Richtung Bovec, entlang der Soca.
Eine Strecke die ein Teil der Gruppe schon einmal gefahren ist - mit Bozo.
Kawa und ich waren 2010 ebenfalls dort unterwegs.
Nach einem Tankstopp erwischte uns eine  fette Regenwolke, diesmal sind wir untendurch gefahren ohne anzuhalten.
Bis zum Mittagessen in Kanal (an der Soca) war wieder alles trocken. Weiter ging es dann wieder nach Italien.
In Basovizza hielten wir für einen Eisstop an - das Eis war vorzüglich - und die Mädels hinter der Theke sprachen deutsch.

Dann kam noch einmal kurz Slowenien unter die Reifen und schon war die Grenze zu Kroatien erreicht.
Raus aus der EU - Passkontrolle - ist man schon gar nicht mehr gewohnt, ebenso das Wechseln von Devisen.
Wir fuhren auf Landstraßen Richtung Rijeka.
Vor der Stadt kam eine Tankstelle - das Benzin war erstaunlich günstig (ca. 1,30 Euro) und wir konnten auch gleich ein paar Kuna´s eintauschen - für die Brückenmaut.
Es kostete 21 Kuna nach Krk. 
Rijeka zeigte sich als typische Hafenstadt mit zwei Gesichtern: zum einen eine wunderbare, prachtvolle Altbausubstanz die vom Reichtum vergangener Tage zeugte, zum andern die Plattenghettos der Nachkriegszeit die alles vermissen lassen...
Nach einem kurzen Trip auf der Schnellstraße ging es über eine kunstvolle Konstruktion Richtung "OTOK KRK"
Immer noch 60 km zum Ziel - aber es lief erstaunlich gut.
Kein Stau an der Mautstelle, die Straße relativ frei, so kamen wir
gegen 19.30 Uhr in der "Villa Haya" an.
Partygetümmel und Kindergeschrei
- Musik in den Ohren von Kawa -
Ein Mitbewohner klärte uns schnell auf: Es sei nur heute abend etwas lauter weil Geburtstag gefeiert wird....

Nisti bezog sein Quartier im Nachbarort - während sich Kawa, Dietmar und ich mit dem Motorrad auf die Jagd nach
essbarem machten.
Schliesslich wurden wir in Malinska fündig:
Ein Supermarkt der geöffnet hatte, brachte uns Speis und Trank.
Und wieder mal haben sich die "uncoolen" Koffer an meiner Maschine als überaus praktisch und nützlich erwiesen.  
Am nächsten Tag war eine Exkursion zu Fuß, nach einem
gemeinsamen Frühstück auf der Terrasse, angesagt.
Wir wanderten zum Meer - an die Marina Linardici -
um zu schauen wie es mit dem Baden aussieht.
Aber das Wetter war zu windig und der Meeresgrund voller Seeigel, so liesen wir das Baden sein und wanderten bergauf nach Brac. Dann weiter in Richtung Milonici - dort war Nisti einquartiert.

Unser Wirt hat auch das dortige Restaurant empfohlen - das wollten wir, durstig und hungrig nach der doch recht langen Wanderung, sofort ausprobieren!
Wir waren begeistert, besonders von der Fischplatte!

Für manche war es das "erste Mal" - Meeresgetier dort
zu essen wo es auch gefangen wird - alle wurden satt.

Und so liefen wir dann zufrieden den Kilometer zurück in
die Villa, auf der Terrase gab es dann noch ein Pivo...

Der nächste Tag gehörte einer "Inselrunde" nach dem Frühstück ging es nach Silo - dort liefen wir auf den Klippen herum, aber den so gepriesenen Heilschlamm konnten wir nicht finden.
Dann weiter nach Vbrnik dem Zentrum des Weinbaus auf Krk.

Wir erkundeten die Pittoreske Altstadt und nahmen einen leckeren Snack ein.
Auf dem Weg zurück zu den Motorrädern trafen wir noch ein paar Mitbewohner der Villa - aus Schweden - die sich mit einem Stapel Pizzen durch den Tag brachten.
Auf unseren Eisenrössern galoppierten wir weiter nach
Baska - einem Badeort der uns sofort begeisterte: "SANDSTRAND"
Es wurde entschieden: Morgen früh geht es gleich hierher
- zum Schwimmen.

Wir haben dann noch die Inselhauptstadt Krk besucht - Hafen und Altstadt - bevor wir wieder in die Villa fuhren und den allabendlichen Spaziergang
 in das Lokal PUD BREST unternahmen.   
Heute ging es ans Meer - wir badeten in dem doch
 ziemlich kalten Wasser - der Wind tat ein übriges.
Als Trostpflaster gab es ein superleckeres Eis - und da wir wussten, dass unser Freund Drago auf dem weg zu uns war, haben wir am frühen Nachmittag den Heimweg angetreten
und uns noch in der Villa etwas entspannt.  

Drago wurde dann freudig begrüßt und in sein Quartier
bei Nisti geleitet.

Danach kam das obligatorische Abendessen.
Der Abend klang wieder auf der Veranda aus bei Gesprächen
mit Vino und Pivo - der Schnaps, den es im Pud Brest stets

zum Essen gab, hat schon für eine gewisse Betriebs-
temperatur gesorgt :)

Am nächsten Tag kam die KVARNER  Runde dran.....
Wir fuhren nach dem Frühstück mit der Fähre nach CRES
und dort ging es über eine teilweise geschotterte Piste
zunächst nach Süden - um einen Fotostop oberhalb der Bucht von Valun zu machen, bevor wir das Piratennest enterten.

Dann ging es wieder zurück in die Stadt Cres
- die uns alle sehr beeindruckte.

Wir nahmen einen Imbiss (ich in Form eines halbgefrorenen Beerenkuchens mit Kaffee) und bei der Gelegenheit kaufte ich von einer sehr alten Frau eine Flasche feinsten Olivenöls, dem flüssigen Gold der Insel.
Nun ging es auf einer wunderbar kurvigen Straße - mit atemberaubender Aussicht - weiter zum nächsten Fährhafen nach Porozina.  Ziel war Brestova auf dem Festland.       
Wir fuhren dann auf der wunderschönen Küstenstraße über Opatija nach Rijeka, diesmal hieten wir im Hafen und machten eine kurze Rast, um die Hafenatmosphäre zu schnuppern.
Dann ging es wieder Richtung Brücke, aber Drago kam
plötzlich nicht mehr nach. Wir warteten auf einem Parkplatz
und gerade als ich zurückfahren wollte, kam Drago angerollt - ohne Licht - Motor aus - Gottseidank ging es bergab!

Die Maschine wurde gecheckt und die Sicherungen geprüft:
Und siehe da: sie sprang plötzlich wieder an.... Freude...
Weiterfahren war dann kein Problem mehr, über die Brücke nach Linardici in die Villa und dann ein gemütliches Abendessen!
 - das Leben kann so schön sein.  

 
Heute war in der frühe das Wetter wieder ziemlich schlecht.
So fuhren nur ein Teil der Gruppe eine kleinere Runde auf der Insel, zuerst nach Glavotok (einem Campingplatz am Meer bei Milohnici) und weiter über eine abenteuerliche Piste
- durch das Hinterland - nach Malinska.

Wir bummelten dann im Hafen und kehrten in einer Eisdiele an der Mole ein.
  
Unsere Abfahrt verlief freundlich, diesmal mussten
wir auf der Brücke nichts bezahlen.
Der Weg führte hinterhalb von Rijeka auf sehr schönen Straßen Richtung Slowenien. 

Nach passieren der Grenze Kroatien - Slowenien fiel plötzlich Dragos Maschine wieder aus.
Diesmal schaute ich genauer nach - und fand den Fehler im Minuspol der Batterie, die Schraube des Poles war gelockert.
Bald erreichten wir Triest und gönnten uns eine Kaffepause.
Mit superleckerem Kaffee, bei 28 Grad und blauem Himmel.

Hier verabschiedete sich Drago Richtung Heimat
- während wir durch das Friaul in die Berge zielten.
 
An einer Tankstelle mitten im Nirgendwo wollten wir einen Snack essen - aber leider war schon so gut wie geschlossen.
Die freundliche Dame hat uns dann aber doch einen Imbiss gezaubert mit dem alle zufrieden waren...
Die Berge waren Anfangs noch recht angenehm, wir kamen gut voran und nahmen den Plöckenpass unter die Räder.  
Nach unserem nächsten Tankstopp in Kötschach - und einer Kaffeepause in Oberdrauburg am Marktplatz - kamen dann schon die ersten Vorboten des Ungemachswas uns noch bevorstand:
Dicke Schwere Regentropfen, diese zwangen uns dann am Iselsberg, noch vor Heiligenblut in die Regenpelle.
Endlich an der Mautstation für den Großglockner angekommen, kostete es uns einige Überzeugungskraft,  damit uns die Dame an der Schranke passieren ließ.
Erst der Hinweis auf unsere gebuchten Zimmer
in Fusch brachte grünes Licht.

Die Passage des Glockners sollten wir langsam und vorsichtig und ohne anhalten durchführen: gesagt - getan    
Der Wirt unseres Hotel "Wasserfall" in Fusch stand schon vor der Türe und wartete auf uns.
 Das Essen, die Zimmer, die Dusche....

Alles ein Wohltat nach der strapaziösen Überfahrt.
Da müssen wir den Glockner noch mal besuchen,
das war diesmal nichts gescheites.
Von Fusch ging es auf der Landstraße nach
Deutschland zurück.

Diesmal konnten wir über das Sudelfeld
Richtung Irschenberg cruisen.

Wir fuhren dann nach München rein
 und weiter über Augsburg nach Bühl.
Dietmar und Margit blieben wieder eine Nacht in Rudelstetten,
dann traten Sie die Heimreise am Montag an..
Kawa und Sylvia zogen mit Nisti gleich weiter nach Hause.

Alle kamen wieder gut daheim an - nur das zählt....

Im Resümee war es wieder eine tolle Runde´auch wenn
- das Wetter nicht immer optimal war
- die Technik manchmal versagte
- Bitumen und Sand auf der Straße Einsatz forderten

Wir hatten tolle gemeinsame Erlebnisse - die man so nirgends kaufen kann.
Sicher gab es auch die eine oder andere Differenz in der Sichtweise.
Aber das liegt im reifen Alter und den unterschiedlichen
Lebenserfahrungen begründet - das ist daher ganz normal..... 

Wir freuen uns auf die Runde 2014
in die Toskana